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Sperrmüll: Günstige Möbel für alle?

1.10.2019

Rechtsfrage des Tages:

Nicht alles, wovon Leute sich trennen ist als Müll einzustufen. Und so finden sich in Sperrmüllbergen am Straßenrand nicht selten intakte Möbel und brauchbarer Hausrat. Dürfen Sie den Sperrmüll einfach mitnehmen, wenn Ihnen etwas gefällt?

Antwort:

Herrenlose Sachen dürfen Sie einfach mitnehmen, ohne rechtliche Folgen befürchten zu müssen. Auch wenn das Wort "Müll" einen anderen Eindruck erweckt: Sperrmüll ist jedoch keineswegs herrenlos. Je nach Regelung der Gemeinde gibt es zwei Varianten. Entweder gibt der ehemalige Eigentümer sein Eigentum mit dem Herausstellen der Sachen auf. Dann geht dieses aber direkt auf den Entsorger über.

Oder der Sperrmüll bleibt bis zur Abholung durch den Entsorgungsbetrieb im Verantwortungsbereich des Eigentümers. Bei beiden Möglichkeiten ist der Sperrmüll aber nicht herrenlos und darf entsprechend auch nicht mitgenommen werden. Viele Abfallsatzungen sehen ein Bußgeld vor, wenn Passanten den Sperrmüll durchwühlen und Sachen mitnehmen. Manchmal steht sogar eine Strafbarkeit im Raum.

Dies ist der Fall, wenn der Entsorgung durch die Verwertung ein wirtschaftliches Interesse am ausrangierten Hausrat hat. Aber nicht immer müssen Sie mit rechtlichen Folgen rechnen. Manchmal drücken die Kommunen auch ein Auge zu, wenn das eine oder andere Möbelstück einen neuen Besitzer findet. Zumindest, solange Sie als privater Sammler und Jäger unterwegs sind.

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